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Wirkstoffe & Essenzen:

Die Aloe Vera hat sich in der Schönheitsindustrie vor allem als Anti-Aging-Mittel einen Namen gemacht. Jedoch kann sie bei weitem mehr. Traditionell wird sie seit Jahrhunderten in Lateinamerika als Heilmittel bei Wunden, Verletzungen, Sonnenbrand oder Insektenstichen eingesetzt. Äußerlich und innerlich angewendet hat sie einen sehr starken feuchtigkeitsspendenden, schützenden und regenerierenden Effekt und ist zusätzlich eine Vitaminbombe.

Obwohl die Kosmetikindustrie vor allem die sehr großen, prallen Blätter der ursprünglich aus Mexiko stammenden Aloe Vera Barbadensis verwendet, eignet sich jede Aloe-Art, um sich selbst sein eigenes Kosmetikprodukt oder einen vitaminreichen Aloe-Drink herzustellen. Wichtig ist, ausschließlich das geleeartige Fruchtfleisch zu verwenden – die Blätter müssen unbedingt vor jeglicher Verwendung geschält werden!

Feuchtigkeit & Schutz

Die Aloe Vera ist eine Pflanze mit einem extrem hohen Feuchtigkeitsgehalt, einer hohen Schutzfunktion sowie Selbstheilungs- und Regenerationskraft. Das kann offensichtlich an einem frisch abgeschnittenen Blatt beobachtet werden. Denn sobald man es abschneidet, beginnt sich sehr schnell ein dünnes Häutchen über das gelartige Fruchtfleisch zu legen, um das Blatt zu verschließen und zu verhindern, dass es seine Feuchtigkeit verliert. Genau diese schützende Eigenschaft macht die Aloe Vera für die Kosmetikindustrie so wertvoll. Auf die menschliche Haut aufgetragen erzielt sie den gleichen Effekt – sie schützt die eigene Feuchtigkeit, regeneriert und regt die körpereigenen Selbstheilungskräfte an.

Da die Aloe Vera eine Heilpflanze ist, ist sie für jeden Hauttyp geeignet, speziell da wir heutzutage sehr vielen Umwelteinflüssen ausgesetzt sind. Natürlich profitiert die trockene Haut besonders von ihren Eigenschaften und ihrem hohen Feuchtigkeitsgehalt. Aber alle, die ihrer Haut etwas Gutes tun und ihr im Sommer mehr Feuchtigkeit zuführen wollen oder ihre Haut schützen und regenerieren möchten bzw. darauf achten, dass die eigene Hautfeuchtigkeit erhalten bleibt, greifen am besten zu Aloe Vera.

Insbesondere Menschen mit Hautproblemen wird die Aloe Vera sehr ans Herz gelegt. Bei Hautkrankheiten, welche die natürliche Schutzbarriere der Haut zerstören, wie z.B. Neurodermitis, Psoriasis, Ekzeme – also auch jene Hautkrankheiten, die auch oft einen psychologischen Charakter haben, ist die Aloe Vera ein wahres Labsal. Nomen est Omen: „Vera“ heißt ja auf Latein auch „wahr“.

Vorsicht mit Aloin in der Schale!

Die Aloe Vera besitzt eine weitere Schutzfunktion, die die Pflanze selbst bewahrt, von Tieren gefressen zu werden. Zu diesem Zweck befindet sich der bittere Wirkstoff Aloin in der Schale und dieser ist auch für Menschen gänzlich ungeeignet! Aloin wurde früher in der Pharmaindustrie als Abführmittel verwendet, allerdings kam man wieder davon ab, weil es zu aggressiv wirkte. Das Aloin kann man sehen: Wenn man ein Blatt aufschneidet und ein bisschen liegen lässt, tritt etwas braune Flüssigkeit heraus. Somit ist das Aloin gut unterscheidbar vom reinen gelartigen, durchsichtigen Fruchtfleisch. Zur äußeren Anwendung und zur Einnahme sollte ausschließlich das Fruchtfleisch verwendet und alle bräunlichen Anteile entfernt werden.

Äußere Anwendungen

Es gibt verschiedene Aloe-Vera-Pflanzen. Die in der Kosmetik beliebteste ist wahrscheinlich aufgrund ihrer Größe und Ergiebigkeit die Aloe Barbardensis. Man kann aber für seinen Eigenbedarf alle Arten, also auch die Zimmerpflanzen benutzen – vorausgesetzt die Blätter werden geschält.

Die Aloe Vera kann tatsächlich komplett pur, quasi wie eine Ampulle bei einer Wirkstoffkur angewendet werden. Die einfachste Form ist, direkt das Pflanzenblatt abzuschneiden, den Pflanzenpulp herauszuholen und auf die Haut aufzutragen. Des weiteren kann das Gel mit anderen Zutaten vermischt werden – als Creme, Maske oder Lotion. Am einfachsten ist, das Fruchtfleisch mit einem Stabmixer zu pürieren, um die im Fruchtfleisch befindlichen kleinen Gelstückchen aufzulösen.

Anwendungsmöglichkeiten gibt es viele – auch das Haar freut sich über die sehr vitaminreiche, feuchtigkeitsspendende Kraft: Aloe-Vera-Fruchtfleisch mit ein bisschen Honig oder Eigelb mixen und wie eine Haarpackung verwenden. Das nährt und kräftigt die Haare und reduziert Spliss. Grund dafür sind nicht nur der hohe Feuchtigkeitsgehalt und die Schutzfunktion. Die Aloe Vera hat noch ein Riesenplus: Sie ist durch ihre außergewöhnlich vielen Wirkstoffe ein echter Powerdrink für Haut, Haar und Körper.

Aloe Vera & Wirkstoffe

Die Aloe ist extrem reich an Aminosäuren, an Vitaminen wie A, C, E, B1, B2, B3, B6 und B12. Zudem verfügt sie über viele Mineralien und Spurenelemente wie Zink, Magnesium und Kalium. Insofern verwunderlich, dass die Aloe Vera noch so selten am Küchentisch zu sehen ist. In Stücke geschnitten und einfach so gegessen oder in den Salat gemischt (jeweils ohne Schale, man kann es nicht oft genug sagen) wirkt sie sehr erfrischend. Auch köstliche Smoothies und selbstgemachte Aloe-Drinks können mit Aloe Vera gemacht werden (Banane-Apfel-Aloe im Videoclip) und wirken zudem darmregulierend. Eine Aloe-Vera-Trinkkur kann eine sehr positive Wirkung auf die Magen-Darmflora entfalten.

 

Tipp: Worauf achten beim Kauf von Aloe-Vera-Pflegeprodukten

Wichtig ist, dass es sich immer nur um das innere des Blattes, dem Fruchtfleisch ohne Schale, handelt. Leider wird bei vielen Billigprodukten und Massenanbietern die ganze Pflanze verarbeitet. Es ist nur sehr schwer an der Etikettenindikation festzustellen, wie das Aloe-Konzentrat zustande gekommen ist. Was man aber sehr wohl sehen kann ist, was zusätzlich noch der Creme beigemengt wurde.

Eine Aloe-Creme sollte biologisch, also reine Naturkosmetik sein. Handelt es sich um ein natürliches Pflanzenöl oder Chemie? Mineralöle, chemische Konservierungsmittel, Zusatz-, Parfüm- und Farbstoffe sind kontraproduktiv. Die Aloe Vera ist eine wunderbare natürliche Pflanze, die sich selbst schützt und dadurch auch relativ lang haltbar ist – wenn sie mit chemischen Zusätzen versetzt wird, kann die menschliche Haut nichts damit anfangen.

Daher immer auf das Etikett achten: Bei einem reinen Aloe-Produkt steht an erster Stelle Aloe (Barbadensis) und an zweiter ein Konservierungsmittel. Es kann sein, dass auch Wasser an erster Stelle steht, da es sich dann wahrscheinlich um ein gefriergetrocknetes Präparat handelt. Hierfür wurde die Aloe für den Transport zu einem Pulver verarbeitet und danach wurde wieder Wasser beigemengt, um das Aloe-Gel zu erhalten.


Martina Reitinger

Magazin Zoë 08/17

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